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04.06.2009 Kisdorf (ahl).
Ein Kunstwerk für die Schülerinnen und Schüler, deren Vorstellung einer Schule von morgen in Glas
festgehalten wurden. Ein Kunstwerk zu Ehren des ehemaligen Schulleiters Hauke Köster, der sich immer für die
Kunst am Bau eingesetzt hat. Ein Kunstwerk, welches zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Dieses und vieles mehr
waren die Worte der Gäste anlässlich der heutigen Enthüllung der neuen gläsernen Stele an der
Schule Kisdorf.
Geschaffen wurde das Glaskunstwerk von dem Itzstedter Künstler Uwe Fossemer, auf den auch das erste Glaskunstwerk
im Eingangsbereich der Schule vor etwa 4 Jahren zurückgeht. Damals wie heute wurden Schülerinnen und Schüler
im Rahmen eines schulinternen Wettbewerbes aufgefordert, sich selber einzubringen und somit Bestandteil eines Kunstwerkes
zu werden, welches die Zeit des Schülerdaseins sicher überdauern wird. Zu der Frage, wie die Kinder sich die
Schule von morgen vorstellen, waren die Beiträge der Kinder gefordert - die originellsten Antworten hat Fossemer in der
Originalhandschrift der Schüler in sein Werk einfliessen lassen. Diese Antworten laufen mittig zusammen zu einem zentral
in dem Werk platzierten Gehirn, welches immer wieder über Sinn und Aufbau der Schule nachdenkt, Fragen stellt und
immer wieder neue Antworten bietet.
Gewidmet wurde das Werk Hauke Köster, der sein Lebenswerk (die Schule Kisdorf) auch immer wieder hinterfragt und aus
verschiedenen Aspekten neu betrachtet und weiterentwickelt hat und der sich noch heute (zum Glück) nicht ganz von
"seiner" Schule lösen kann. Im Beisein von Hauke Köster und seinem designierten Nachfolger Sönke Radetzky,
einigen Lehrern, etlichen Schülerinnen und Schülern und Astrid Nenz vom Amt Kisdorf wurde das 9600 Euro teure
Schmuckstück feierlich enthüllt. "Diese Glasstele ist viel schöner, als ich es erwartet hatte", so Köster
über das farbenfrohe Werk Fossemers. Der Künstler selber hat jedoch eher ein ambivalentes Verhältnis zu solchen
Kommentaren: einerseits freut ihn so viel Anerkennng für sein Werk natürlich sehr, andererseits schränkt er
jedoch ein "wenn die Stele nur mehr oder weniger schön ist, dann hat sie ihren Sinn verfehlt", denn sein Anliegen geht
viel weiter als blosse Dekoration. Fossemer will die Menschen zum Nachdenken anregen: quo vadis Schule Kisdorf?
Köster hingegen hat noch immer Pläne für "seine" Schule: Der altbacken wirkende Schriftzug "Schule Kisdorf", der
seit langem über dem alten Eingang prangt, soll ersetzt werden durch das neue Logo der Schule und den neuen Schriftzug
"Schule Kisdorf, Grund- und Gemeinschaftsschule" auf dem Mensagebäude, gut sichtbar zur Strasse hin, wenn es nach Köster
geht. Nachfolger Radetzky sieht seinem Vorgänger dessen nicht enden wollendes Engagement nach, denn allzu oft kann er
selber und die heute von ihm kommissarisch geleitete Schule von der Erfahrung und dem Engagement seines ehemaligen Chefs
profitieren. Er nutzt jede Chance, gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger aufzutreten und Einigkeit zu zeigen, so auch heute
hier bei der feierlichen Enthüllung der Stele, die beide gemeinsam vollzogen haben. Untermalt wurde die Veranstaltung durch
musikalische Darbietungen junger Schüler und Schülerinnen, die von ihrer Lehrerin auf der Gitarre begleitet wurden.
© der (Digital-) Fotos by Eilert Pahlow und Horst Hiller,
nachbearbeitet von Andreas Hiller

Radetzky und Köster enthüllen die Glasstele vor den Augen der Presse gemeinsam
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 Glas-Künstler Uwe Fossemer
 Konrektor K.-H. Bornholdt
 einige Schüler musizieren
 Astrid Nenz, Amt Kisdorf
 Schülerinnen staunen
 ...und wer ist das?
 Schulleiter Sönke Radetzky
 Schulleiter i.R. Hauke Köster
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